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Camilla Schön

Während ihr Schwerpunkt zuvor auf figurativen Arbeiten mit vielen organischen Elementen lag, wendet sie sich heute fast ausschließlich der Abstraktion zu. Seit zwei Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit dem Medium Radierung, ihre Werke sind größtenteils Kaltnadelradierungen mit Carborundum auf Papier. In ihrem Arbeitsprozess ist das Experimentieren von Farben und Formen der wesentliche Faktor.

In intuitivem Arbeiten schafft sie immer wieder neue Ideen und Überraschungen. Für sie ist der Prozess der Radierung einzigartig, da man letztlich nicht vorhersagen kann, wie das Resultat sein wird. Jeder Druck wird so zu einem gewissen Unikat. Eine wichtige Grundlage ist für sie das serielle Arbeiten. Für sie entsteht dabei„Flow“ – ein Zustand, in dem sie nicht bewusst reflektiert, sondern wahrgenommenen Entwicklungen und Eingebungen folgt, dabei immer wieder neuen Herausforderungen begegnet, die Aufmerksamkeit und Anstrengung erfordern. Sie schafft und löst so innere Spannungszustände. So fördert sie im„Flow“, mit Intuition, die eigene künstlerische Entwicklung und vermittelt in ihren Werken zugleich Spannung und Subtilität. Zu sehen ist das sehr schön zum Beispiel in ihrer Serie „untitled“ von insgesamt 11 Kaltnadelradierungen mit Carborundum (2019).

Ihr neuestes Projekt umfasst acht Drucke, die sie zu einem riesigen Leporello (die einzelnen Drucke sind 76x106cm groß) zusammengefügt hat, um so eine Barriere zwischen Buch und Installation zu erschaffen. Die Distanz ermöglicht genaue Betrachtung und Besinnung.

Geboren wurde Camilla Schön 1995 in Wien. Seit 2016 studiert sie an der Universität für Angewandte Kunst in der Klasse für Grafik und Druckgrafik von Jan Svenungsson.

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