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Ruin

Ruin zieht uns als Betrachter in die Unmittelbarkeit seine Bilder. Er verknüpft Elemente der frühen Street Art mit eignen Zugängen und Schöpfungen. Er spielt mit Graffiti-Techniken und figuralen Darstellungen, die er mitunter fragmentarisch reduziert. Ruin überzeichnet, zeigt sich verspielt, fantasievoll, ironisch, surrealistisch, mit Humor. So begegnen wir in seinen Bildern skurrilen Charakteren, grotesken Insekten, fliegenden Fischen, abstrusen Gegenständen. 

„Gesamtheitlich betrachtet schafft er in seinen Werken ein Gleichgewicht zwischen Buchstaben und phantasievollen Abbildungen, die wahlweise in den Vordergrund oder den Hintergrund der Bildfläche gerückt werden. Oft wird auf Buchstaben gänzlich verzichtet, obwohl sie in den abstrakten Formen und Bildflächen doch weiter präsent zu erscheinen. Dem zugrunde liegt meist eine geschlossene Komposition, mit deren Hilfe die oft filigran wirkenden Elemente zusammengefasst werden.“ So formuliert es Stefan Wogrin.

Ruin arbeitet gerne mit kräftigen, grellen Farben. Sie fordern Aufmerksamkeit, fesseln den Betrachter. Aber er kann sich ebenso beschränken auf wenige Farbtöne, lässt mit Walzentechnik feine Brüche entstehen oder schafft mit dosierter Sprühtechnik eine leicht körnige Struktur. Ruins Kunst ist nicht aalglatt. Sie ist schön auf eigene Weise. Anders als die Schönheits-Lehre, die uns die in Serie gefertigter Pop-Art verkaufen will.  

Ruin hat die Welt schon viel bereist und sich mit phantastischen Wandmalereien an vielen Orten seine ganz persönlichen Markierungen hinterlassen. Er gilt als einer der renommiertesten „Straßen-Künstler“ Österreichs. Aber er ist nicht zu kategorisieren als „street artist“. Mit der Vielfalt seiner Darstellung, den Variationen von Techniken  und Materialien lässt er sich nicht auf ein Genre festlegen. Seine Kunst wirkt direkt. Wir müssen uns nicht fragen, was er uns sagen will. Wir müssen uns nicht durch Theorien arbeiten, um zu „verstehen“.

Ruin, Jahrgang 1990, lebt und arbeitet in Wien. 

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