Philipp Renda

Philipp Renda sucht ständig nach Geschichten – in Erinnerung, Wort, Sprache, Welt und Umwelt. So„erweitert“ er Begriffe und Realität – für sich und für Betrachter. Seine Bilder sind – in Zartheit und Abstraktion – Sinnes-Anregungen. Renda reflektiert:„Der einzelne Mensch erlebt seine Realität als Summe seiner Wahrnehmung. Innerlich wie äußerlich. Wahrgenommene Wirklichkeiten, Erlebnisse. Eingebildete Eindrücke. Gedanken. Gerüche. Der einzelne Mensch kennt zunächst nur seine Realität und wird nur sehr bedingt die Realität eines Anderen kennenlernen.“ Annäherung, die Beziehung herstellt, scheint immerhin möglich. Aber es gibt keine Objektivität. Also auch keine objektive Kunst. Jede Wahrnehmung ist individuell und führt zu persönlichen Urteilen.

Renda will dazu anregen, Geschichten unbefangener wahrzunehmen. Abstand zu sich selbst zu suchen. Gelingen könnte das, wenn das Werk noch so unbestimmt und zart ist, dass es sich in jedem Betrachter, Leser, Denker,„einnisten“ kann. Und dort kann er es dann in seiner Realität einleben. Sie kann sich ausbreiten und für jeden dann doch wieder seine ganz eigene Geschichte erzählen. Ein Wort, das für jeden etwas anderes bedeuten kann. Ein Bild, das für jeden ein anderes Gefühl weckt. Realitäten in Erweiterung.

Geboren wurde Renda 1989 in München. Er studierte von 2010 bis 2016 bildende Kunst in der KLasse für Grafik und Druckgrafik an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Zunächst unter Prof. Siegbert Schenk, dann unter Prof. Jan Svenungson.

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